Schweizer Blasmusik zwischen Volksmusik, Pop und Party
Wer bei Blasmusik zuerst an traditionelle Volkmusik, Marschmusik und Festzelt-Klänge denkt, dürfte bei den Fäaschtbänkler n schnell überrascht sein. Die Schweizer Formation verbindet Blasinstrumente mit Pop, Elektro, Techno und Oberkrainer-Elementen – und hat daraus über die Jahre einen eigenen, unverwechselbaren Sound entwickelt.
Gegründet wurden die Fäaschtbänkler im Jahr 2008. Seitdem ist aus der zunächst regional geprägten Formation eine Band geworden, die regelmäßig auf Bühnen in der Schweiz, Österreich, Deutschland und weiteren europäischen Ländern steht. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe inzwischen mehr als 1.000 Konzerte gespielt und erreicht über zwei Millionen monatliche Hörer auf Spotify.
Blasmusik, aber anders
Das Besondere an den Fäaschtbänklern lässt sich nicht an einem einzigen Musikstil festmachen. Trompete, Bariton, Akkordeon und Steirische Harmonika treffen auf Gitarre, Schlagzeug und elektronische Einflüsse. Dazu kommen Klarinette, Saxofon, Alphorn, Klavier und E-Bass.
Gerade diese Mischung macht den Sound der Schweizer aus. Ein Titel kann nach Volksmusik klingen, im nächsten Moment in Richtung Pop gehen und wenig später deutlich elektronische oder rockige Elemente aufnehmen. Die Fäaschtbänkler versuchen dabei nicht, ihre unterschiedlichen musikalischen Einflüsse voneinander zu trennen. Sie gehören bei ihnen ganz selbstverständlich zusammen.
Von „Humpa Humpa“ bis „ALL IN“
Auch bei ihren erfolgreichen Titeln setzen die Fäaschtbänkler auf diese Mischung. Songs wie „ALL IN“, „Glück“, „Humpa Humpa“, „Partyplanet“ oder „Can You English Please“ haben der Band ein breites Publikum eingebracht. Auf ihrer offiziellen Website weist die Formation mehrere Gold- und Platin-Auszeichnungen aus.
Dabei funktioniert die Musik nicht nur auf Tonträgern oder Streamingplattformen. Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist die Bühne. Die Fäaschtbänkler sind eine Liveband, bei der die Instrumente ebenso zum Erscheinungsbild gehören wie der direkte Kontakt zum Publikum.
Fünf Musiker, viele Instrumente
Aktuell stehen fünf Musiker auf der Bühne: Michael Hutter, Roman Pizio, Andreas Frei, Roman Wüthrich und Marco Graber. Jeder von ihnen bringt mehrere Instrumente in die Band ein.
Andreas Frei spielt unter anderem Gitarre und Trompete und übernimmt auch Schlagzeug und Gesang. Roman Pizio ist an Trompete, Tuba und Steirischer Harmonika zu hören. Roman Wüthrich verbindet Akkordeon und Klavier mit weiteren Instrumenten, während Marco Graber unter anderem Bariton, Tuba, Trompete und Alphorn spielt. Michael Hutter ergänzt die Formation mit Klarinette, Saxofon, Schlagzeug und Gesang.
Diese ungewöhnliche Kombination ist ein wichtiger Bestandteil des Fäaschtbänkler-Sounds. Die Band kann damit musikalisch ziemlich weit ausholen, ohne ihre Wurzeln in der Blasmusik zu verlieren.

Zwischen Volksmusik und moderner Partyszene
Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum die Fäaschtbänkler inzwischen weit über die klassische Blasmusikszene hinaus bekannt sind. Sie sprechen sowohl Fans traditioneller Blasmusik als auch ein jüngeres Publikum an, das mit Pop, elektronischer Musik und Party-Sounds aufgewachsen ist.
Dabei wirkt die Mischung nicht wie ein Versuch, möglichst viele Genres unter einen Hut zu bekommen. Die verschiedenen Einflüsse sind vielmehr Teil des Konzepts, das die Band seit ihren Anfangsjahren verfolgt.
Auch in Österreich sind die Fäaschtbänkler regelmäßig live zu sehen. Für 28. November 2026 steht beispielsweise ein Konzert im VAZ St. Pölten auf dem Tourplan. Die Show beginnt laut offizieller Terminseite um 20:30 Uhr.
Ein eigener Platz in der Blasmusik
Die Fäaschtbänkler haben sich damit einen Platz zwischen den klassischen Grenzen der Genres geschaffen. Ihre Musik bleibt in der Blasmusik verwurzelt, schaut aber gleichzeitig deutlich darüber hinaus.
Für die Schweizer Band ist das inzwischen längst zum Markenzeichen geworden: Blasinstrumente, moderne Beats, Volksmusik, Pop und eine gehörige Portion Party – alles darf nebeneinander stehen.
Mehr Informationen und Tourdaten findet Ihr auf der Homepage: https://www.faeaschtbaenkler.ch/home.html
Redaktion Volkmusiknews.at

