Matthias Reim hat einen Refrain geschrieben, den fast jeder im deutschsprachigen Raum kennt, und das war erst der Anfang. Reim hat mit „Verdammt ich lieb dich“ ein Stück deutsche Musikgeschichte geschrieben, und er hat danach bewiesen, dass er mehr kann als einen Jahrhunderthit. Er verbindet Rock, Pop und Schlager wie kaum ein anderer, und er singt dabei von echten Gefühlen statt von Klischees.
Matthias Reim und seine Anfänge in Nordhessen
Matthias Reim wurde am 26. November 1957 in Korbach in Nordhessen geboren. Nach dem Abitur 1976 begann er auf Wunsch seines Vaters ein Studium der Germanistik und Anglistik in Göttingen. Doch er stand lieber in Diskotheken auf der Bühne, und 1980 brach er das Studium ab, um nur noch Musik zu machen. Er schrieb Songs für Roy Black, Jürgen Drews und Bernhard Brink, und damit verdiente er sein erstes Geld. Der große Erfolg ließ aber noch auf sich warten.
Über Nacht an die Spitze der Charts
1990 kam der Erfolg dann aus heiterem Himmel. Matthias Reim hatte „Verdammt, ich lieb‘ dich“ selbst komponiert und getextet, und er war felsenfest von den Hitqualitäten überzeugt. Mit dem Lied trat er in der ZDF-Sendung „Der große Preis“ von Wim Thoelke auf, und durch diesen Auftritt wurde er über Nacht zum Star. Die Single stand 16 Wochen in Folge auf Platz 1 der deutschen Charts, und auch das Debütalbum „Reim“ eroberte ebenfalls die Spitze. Von diesem Album stammen außerdem „Ich hab‘ geträumt von dir“ und „Ganz egal“, die bis heute auf keiner Party fehlen dürfen. Die ausverkaufte Tournee zum zweiten Album „Reim 2“ festigte seinen Ruf, doch nach dem Rummel zog er sich zunächst aus dem Showgeschäft zurück und schrieb weiter Lieder.

Rückschläge und das große Comeback
Die späten 1990er und frühen 2000er Jahre brachten Höhen und Tiefen. Mit „Wolkenreiter“ gelang ihm im Jahr 2000 ein starkes Album, aber dann geriet er in finanzielle Not und musste 2006 Insolvenz anmelden. Trotzdem machte er weiter, tourte unermüdlich und wurde dabei immer mehr zum Bühnenstar. 2010 war er wieder schuldenfrei, und sein Album „Sieben Leben“ wurde zum größten Plattenerfolg seit 15 Jahren und erreichte Platinstatus. 2013 folgte „Unendlich“, das ebenfalls Platin holte.
Alben, Duette und Chartserfolge der letzten Jahre
Seither landet Matthias Reim zuverlässig in den oberen Regionen der Charts. „Die Leichtigkeit des Seins“ kam 2014 auf Platz zwei, „Phoenix“ 2016 ebenfalls, und „Meteor“ 2018 sowie „MR20“ 2019 erreichten jeweils Platz drei. Zum 30-jährigen Plattenjubiläum erschien 2020 das Best-of-Album „30 Jahre“, mit den großen Hits und Duetten mit Michelle und Bonnie Tyler. 2022 stieg das Album „Matthias“ auf Platz zwei der deutschen Charts ein, und 2024 folgte mit „Zeppelin“ das nächste Studioalbum.
Matthias Reim im Jubiläumsjahr 2026
2026 feiert Matthias Reim 35 Jahre „Verdammt, ich lieb‘ dich“ und sein Debütalbum „Reim“. Dafür ist er auf großer Jubiläumstournee durch mehr als 30 Städte in Deutschland, und im Oktober stehen unter anderem Arenen in Hamburg, Köln und Stuttgart auf dem Plan. Am 18. September erschien sein 21. Album „Flashback“ mit 15 Songs, und es schlägt eine Brücke zwischen seinen Anfängen und der Gegenwart. Wir sind gespannt, wie lange wir seinen berühmtesten Song noch mitsingen. Vermutlich noch eine ganze Weile.
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Redaktion Volksmusiknews

