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Georg Danzer wäre 80 und Wien erinnert an den Austropop-Pionier

07.10.2026 · Redaktion Volksmusiknews
Georg Danzer mit Gitarre bei einem Auftritt in Angern 2006Foto Pd4u / Wikimedia Commons
Foto Pd4u / Wikimedia Commons

Heute wäre Georg Danzer 80 Jahre alt geworden. An seinem ehemaligen Elternhaus in Wien wurde eine Gedenktafel enthüllt. Gleichzeitig würdigt der ORF den Austropop-Pionier mit einem umfangreichen Schwerpunkt.

Georg Danzer wäre am heutigen 7. Oktober 80 Jahre alt geworden. Der österreichische Liedermacher und Austropop-Pionier ist 2007 im Alter von 60 Jahren verstorben. Mit Liedern wie „Jö schau“ und „Hupf in Gatsch“ hat er die österreichische Musik nachhaltig geprägt. 

Gedenktafel am ehemaligen Elternhaus

Ein besonderer Ort der Erinnerung ist heute der Gaudenzdorfer Gürtel 47 in Wien-Meidling. Dort verbrachte Georg Danzer seine Kindheit. An seinem 80. Geburtstag wurde am Haus eine Gedenktafel enthüllt. Der Ort ist auch eng mit Danzers musikalischem Schaffen verbunden. Dem Gaudenzdorfer Gürtel widmete er später ein eigenes Lied.

Damit erinnert Wien genau an jenem Ort an den Musiker, an dem seine Geschichte begann. Der Gaudenzdorfer Gürtel wurde für Danzer zu einem Stück persönlicher Erinnerung und fand schließlich auch Eingang in seine Musik.

Georg Danzer bei einem Auftritt im Wiener Metropol
© Dietmar Lipkovich, www.gib-mir-musik.at

Neuer ORF-Film zeigt den Menschen hinter den Liedern

Auch der ORF widmet Georg Danzer derzeit einen umfangreichen Schwerpunkt. Höhepunkt ist die neue Dokumentation „Schurli – Der Liedermacher & Poet Georg Danzer“ von Tatjana Berlakovich.

Der Film wurde am 5. Oktober erstmals in ORF 2 gezeigt und ist auch auf ORF ON verfügbar. Im Mittelpunkt steht ein persönlicher Blick auf Danzer und seine Entwicklung. Neben seltenen Archivaufnahmen kommen Wegbegleiter, Familienmitglieder und enge Vertraute zu Wort.

Besonders interessant sind bislang unveröffentlichte Notizen aus Danzers Nachlass. Dieser befindet sich seit Herbst 2025 in der Wienbibliothek im Rathaus und ermöglicht neue Einblicke in die Gedanken- und Arbeitswelt des Musikers.

Ein Leben zwischen Schmäh und Haltung

Danzer wurde vor allem für seinen Wiener Schmäh und seine oft augenzwinkernden Lieder bekannt. Hinter dieser Leichtigkeit standen jedoch häufig gesellschaftskritische und politische Themen. Mit seinen poetischen und manchmal melancholischen Texten wurde er zu einem wichtigen Impulsgeber der österreichischen Dialektwelle.

1975 gelang ihm mit „Jö schau“ der große Durchbruch als Solokünstler. Später wurde er gemeinsam mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich Teil von Austria 3. Auch abseits der Musik engagierte sich Danzer gesellschaftlich und übernahm unter anderem den Vorsitz von SOS Mitmensch. 

ORF erinnert weiter an Georg Danzer

Der ORF setzt seinen Schwerpunkt rund um den 80. Geburtstag noch bis in die kommenden Tage fort. Am heutigen Abend widmet sich „Kultur Heute“ auf ORF III dem Musiker. Am 8. Oktober folgen weitere Danzer-Dokumentationen, darunter „Nur a klana Bua im Winter – Georg Danzer“. Außerdem zeigt ORF III eine Aufzeichnung seines letzten Donauinsel-Konzerts aus dem Jahr 2005.

Georg Danzer ist damit auch fast zwei Jahrzehnte nach seinem Tod präsent. Seine Lieder gehören weiterhin zum österreichischen Musikgedächtnis und werden von neuen Generationen von Musikerinnen und Musikern interpretiert.

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