Freitag, 23. Oktober 2026
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Künstler

Wolfgang Ambros

Wolfgang Ambros im blauen Hemd vor dunklem Hintergrund© defrancesco photography
© defrancesco photography

Eine prägende Stimme des Austropop

Wolfgang Ambros gehört zu den wichtigsten und prägendsten Künstlern der österreichischen Musikgeschichte. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinen Wienerischen Texten und seinem ganz eigenen Blick auf das Leben wurde er zu einer der zentralen Figuren des Austropop.

Geboren wurde Wolfgang Ambros am 19. März 1952 in Wolfsgraben in Niederösterreich. Bereits während seiner Schulzeit begann er, eigene Lieder zu schreiben. Dabei lernte er auch Joesi Prokopetz kennen, dessen Gedichte später die Grundlage für einige seiner bekanntesten Songs bildeten.

Der Durchbruch mit „Da Hofa“

1971 entstand gemeinsam mit dem Produzenten Peter Müller die erste Aufnahme von „Da Hofa“, einem von Joesi Prokopetz geschriebenen Text. Noch im selben Jahr trat Ambros damit in der TV-Sendung „Spotlight“ auf. Der Song erreichte Platz 1 der österreichischen Charts und wurde mehr als 30.000 Mal verkauft.

Mit „A Mensch möcht i bleibn“ folgte 1974 ein weiterer Titel, der sich zunächst nur langsam entwickelte, später aber zu einem echten Dauerbrenner wurde.

Der endgültige Durchbruch gelang 1975 mit dem Album „Es lebe der Zentralfriedhof“. Im selben Jahr entstand auch eine enge musikalische Verbindung zu Georg Danzer. Ambros nahm unter anderem Danzers „Heite drah i mi ham“ und „A Gulasch und a Seidl Bier“ auf.

Wolfgang Ambros mit schwarzer Gitarre bei einem Portraitfoto
© defrancesco photography

„Schifoan“ und der Austropop

1976 erschien mit „Schifoan“ ein weiterer Song, der längst weit über die österreichische Musikszene hinaus bekannt ist. Der Titel entwickelte sich zu einem der größten Klassiker von Wolfgang Ambros und gehört bis heute zu den bekanntesten Liedern des Austropop.

Auch „Zwickts mi“, „Die Blume aus dem Gemeindebau“ und zahlreiche weitere Songs prägten den musikalischen Weg des Künstlers.

1978 veröffentlichte Ambros das Album „Wie im Schlaf“, auf dem er Lieder von Bob Dylan ins Wienerische übertrug. Das Album brachte ihm auch in Deutschland den großen Durchbruch.

„Der Watzmann ruft“

Gemeinsam mit Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen entstand bereits Mitte der 1970er-Jahre das Kultstück „Der Watzmann ruft“. Das ungewöhnliche Zusammenspiel aus Musik, Kabarett und Theater entwickelte sich zu einem der bekanntesten Werke der österreichischen Unterhaltungskultur.

Das Stück wurde über Jahrzehnte immer wieder aufgeführt und gehört bis heute zum festen Bestandteil der musikalischen Geschichte von Wolfgang Ambros.

Wolfgang Ambros bleibt aktiv

Auch nach mehr als fünf Jahrzehnten auf der Bühne ist Wolfgang Ambros weiterhin musikalisch aktiv. Neben Auftritten mit seiner Band No. 1 vom Wienerwald gehört auch die Reihe „Ambros pur!“ zu seinem aktuellen Programm. Auf der offiziellen Homepage sind bereits Termine für 2026 sowie erste Termine für 2027 angekündigt.

Dabei zeigt sich, dass die Songs von Wolfgang Ambros nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Klassiker wie „Da Hofa“, „Schifoan“, „Zwickts mi“ oder „Es lebe der Zentralfriedhof“ gehören weiterhin zum musikalischen Gedächtnis Österreichs.

Wolfgang Ambros steht damit wie kaum ein anderer Künstler für eine österreichische Musiktradition, die Dialekt, Rock, Alltag und gesellschaftliche Beobachtung miteinander verbindet.

Mehr Informationen zu Wolfgang Ambros findet Ihr auf der offiziellen Homepage: www.wolfgangambros.at

Redaktion Volksmusiknews

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